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„Mehr als man glaubt – christliche Fundamente in Recht, Wirtschaft und Gesellschaft“ Herausgeber: Dr. Ingo Resch Resch Verlag, ISBN 3-9930039-76-1
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Zwölf namhafte christliche Wissenschaftler, zum großen Teil mit Lehrauftrag, aus den Bereichen Politik- und Wirtschaftswissenschaften, Theologie, Philosophie, Rechtswissenschaft und Psychologie präsentieren geschichtsbestimmende Glaubenswirkungen im sogenannten „Christlichen Abendland“ bis in die heutige Zeit.
Wem der Begriff „Christliches Menschenbild“ in seiner politischen Bedeutung unklar erscheint, findet in diesen Aufsätzen nicht nur die inhaltliche Deutung, sondern auch praktische Beispiele, wieso sich Politik und Wirtschaft, insbesondere aber die Sozialpolitik notwendig bemühen müssen, Strukturen und Gesetzgebung menschengerecht zu gestalten. In herzhafter Direktheit werden sozialistische Abweichungen vom Erfolgskonzept der sozialen Marktwirtschaft, sowie unzulässige Vermengung von Politik und Religion durch kollektivierte Nächstenliebe und gesellschaftliche Heilserwartungen angeprangert, deren Vollzug eben nicht der Ambivalenz menschlichen Wesens entspricht. Die Konsequenz wäre eine Fortsetzung der unseligen Ideologiediktaturen des 20. Jahrhunderts.
Aus der Tiefe theologischer und psychologischer Erkenntnis weisen die Autoren auf die politische Relevanz des Christentums für die Deklaration der allgemeinen Menschenrechte und die Zusammenhänge zwischen der Herausbildung christlicher Persönlichkeiten und dem wirtschaftlichen Aufschwung hin. Dem allgemein konstatierten Werteverfall könnten Politiker mit mehr Realismus und bewusste Christen durch ihr persönliches Engagement für das Gemeinwohl abhelfen. In der Auswertung seriöser Meinungsumfragen dargestellte „Licht und Salz“-Wirkung der Christen gebietet heute dringend, die Gewaltprävention der wehrhaften Demokratie auch auf die entschlossene Abwehr blasphemischer Verunglimpfung des christlichen Glaubens auszuweiten. Die allgemeine Vernunft kann somit aus den noch vorhandenen christlichen Wurzeln eine geistige Erneuerung Deutschlands erwarten, weil die so überraschend sachliche Themenbehandlung dem Leser gute Argumente für einen persönlichen Beitrag im eigenen Umfeld liefert.
Dem Verleger, Herrn Dr. Ingo Resch, ist für dieses gute Buch zum richtigen Zeitpunkt, herzlich zu danken.
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Hartmut Nischik Stellv. Vors. des Vereins DIE WENDE e.V. Januar 2001
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