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Resümee der Jahrestagung Des Vereins DIE WENDE e.V. in Zavelstein 7. bis 9. April 2000
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I. Mitglieder der Jahresversammlung 7. April 2000 |
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von den 13 Mitgliedern des Trägervereins waren 9 erschienen.
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- den Geschäftsbericht gab in Vertretung des Vorsitzenden, Herr Jörg Birnbacher,
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Herr Hartmut Nischik.
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- nach Vortrag des Kassenberichts durch Schatzmeister Fritz Hopf wurde der Haushalt 2000 einstimmig beschlossen.
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- zu Kassenprüfern wurden die Herren Strohmeyer und Dr. Tubbesing bestellt.
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- es wurde beschlossen, die Bedingungen für einen Stand auf künftigen Kirchentagen zu erkunden.
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II. Thematische Jahrestagung 2000 |
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„Das Ringen um die Mitte“
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Die rund 50 anwesenden Mitglieder, Freunde und geladenen Gäste folgten interessiert den aktuellen und tiefsinnigen, mit Humor gewürzten Vorträgen.
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1.Prof. Zöpfl (München): „Die veränderte Situation unserer Kinder und Jugendlichen“
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- Es gab keine pauschale Klage über die heutige Jugend und den Werteverlust.
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Der Redner verdeutlichte die Schuld der Erwachsenen durch Nichterziehung bzw. pädagogische Experimentierfreude an den Kindern.
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- Die Kommerzialisierung einer unsachgemäßen Beeinflussung, auch durch die Medien, läßt die Phase kindlicher Entwicklung durch - im wörtlichen Sinn - „Begreifen“ der Welt verkümmern.
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Der entstehende Realitätsverlust äußert sich in lieb- und gefühllosem, egoistischem Verhalten der heranwachsenden Jugend. Leid, Schmerz und Tod werden gedanklich ausgeblendet.
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Zöpfl nennt es den Verlust des dreidimensionalen Denkens und fragt, warum die Christen ihren „schönen Glauben“ und ursprüngliche Lebensart nicht dagegen setzen.
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2. Prof. Rohrmoser (Stuttgart): „Moderner Konservatismus heute“
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Alle Erfolge der Bundesrepublik Deutschland beruhen auf der Tatsache, daß der Konservatismus mit der geschichtlichen Entwicklung Schritt gehalten hat. Die Sozialgesetze wurden nicht von den sogenannten progressiven Kräfte („Linke“) entwickelt. Es war immer ein Kampf gegen die Geschichtslosigkeit. Was aber heißt „konservativ“? Das gegenwärtige Dilemma der CDU beruht auf der Manipulation des Begriffs „konservativ“.
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- Die heutige Resignation beruht auf der Gleichzeitigkeit des Scheiterns der progressiven Ideologien und der Schwäche der Konservativen. Die Notwendigkeit christlicher Lebensbejahung wird erkennbar.
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- „Gesetz“ kann man nicht machen - man muß es akzeptieren. Die Radikalität der göttlichen Forderungen macht das Evangelium erst verständlich. Ohne Akzeptanz des Gesetzes gibt es keine Freiheit.
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Die sehr lebhaft geführten Diskussionen setzten sich auch in den Tagungspausen fort. Das vielfältige Schriftenangebot des Vereins erlaubte es, manchen Denkanstoß zur Vertiefung, in Heft- oder Buchform, mit nach Hause zu nehmen.
Der ev. Dekan Herr Dieterich und der Bürgermeister des schmucken Städtchens Bad Teinach-Zavelstein, Herr Krauss, richteten zu Beginn der Tagung freundliche Grußworte an die Teilnehmer. Die Jahrestagung 2000 endete mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der ev. Kirche Zavelstein. Herr Pfarrer Fröschle erörterte, der Passionszeit angemessen, das Zusammentreffen von juristischer Spitzfindigkeit, des nächtlich tagenden Hohen Rates, mit dem Christusbekenntnis des Jesus von Nazareth: „...als die Zeit erfüllt war...“.
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Die nächste Jahrestagung ist für den 4. bis 6. Mai 2001 in Wernigerode geplant. Als Thema wird erwogen: „ Das Wesen des Zeitgeistes - die Rolle der Medien.“
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Leipzig, den 10. April 2000 gez. Hartmut Nischik (stellv. Vorsitzender)
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