Vom 13. bis 15. April 2007 fand in Holzhausen bei Siegen die Jahrestagung des Vereins DIE WENDE mit über 60 Gästen aus dem gesamten Bundesgebiet statt. Die bekannten Referenten trugen ihren Teil dazu bei, dass die Veranstaltung, die sich mit dem Thema „Christen und Blasphemie – Gilt Meinungsfreiheit nur für Andere?“ beschäftigte, erfolgreich verlief.

Brigadegeneral a.D. Reinhard Günzel (Beckingen) führte einleitend aus, wie und warum Kampagnen gegen ihn sowie Martin Hohmann geführt wurden und wie er die Situation persönlich erlebt hat. Dabei wurde deutlich, dass in erschreckender Weise von oberster Stelle das Recht gebeugt wurde, um Menschen zu ruinieren. Beispielhaft nannte er den damaligen Innenminister Otto Schily, der in der Sendung „Christiansen“ von einer Anhörung der Betroffenen nichts wissen wollte – und das, obwohl er als ehemaliger Strafverteidiger das Gesetz genau kennen musste.
Oberkirchenrat Eduard Berger (Dresden) sprach im weiteren Verlauf der Tagung über „Die Macht der Wahrheit“ aus christlicher Sicht. Er kam zu dem Schluss, dass die Wahrheit in sich vielfältig sei, ihren Kernpunkt aber immer in Christus selbst habe.
Der Journalist und Buchautor Dr. Udo Ulfkotte (Taunus) erweiterte die Thematik, indem er den „Einfluss der Islamisten auf die veröffentlichte Meinung“ mit einbezog. Dieser sei zum einen so stark, weil unverblümt Gewalt – vor der sich der Rechtsstaat beuge – angedroht und angewandt werde und zum anderen eine kritische Berichterstattung über den Islam nicht ins vorgegebene Meinungsbild passe. Dies ändere sich erst, wenn im unmittelbaren Umfeld massive Angriffe von Moslems erfolgten, wie etwa jüngst in Berlin, wo seitdem die Zeitungen kritischer über den Islam und seine Anhänger berichteten.
Den praktischen Teil übernahm Matthias von Gersdorff (Frankfurt/Main), indem er aufzeigte, was man gegen Angriffe auf das Christentum in den Medien (z.B. MTV-Werbung für die Serie „Popetown“) unternehmen kann. Er erläuterte die Gesetzeslage und nannte Postkartenaktionen und Petitionen an die Konferenz der Ministerpräsidenten der Bundesländer als viel versprechende Möglichkeit, die oftmals zum Erfolg geführt habe.

Die Teilnehmer der Jahrestagung forderten in einer Erklärung (s. Anlage) einstimmig die Verschärfung des §166 StGB, um Christen besser vor blasphemischen Angriffen zu schützen.